wolfgang zurborn

 

Werkgruppen

 


o.T., Köln 2005, aus dem Buch Catch

 

Catch

Publikation im Verlag Kettler, April 2015

Wolfgang Zurborn entführt uns mit den Bildern seiner Arbeit „Catch“ in eine ganz eigenwillige, skurrile Welt, in der Szenen und Objekte des alltäglichen Lebens scheinbar aus dem Lot geraten sind. Es ist die Neugier auf Erfahrung, die Suche nach Kommunikation, die Wolfgang Zurborn antreibt, mit radikalen Ausschnitten, überraschenden Kompositionen und ungewöhnlichen Perspektiven Bilder zu finden, die uns aus dem routinierten Konsum der aufgeräumten Medienwelten herausreißen. Die Verrätselung der Sehweise will dabei nicht mystifizieren, sondern einen fragenden Blick herausfordern, der sich nicht vorschnell zufrieden gibt, der immer weiter eindringt in die verschiedenen Schichten des Sichtbaren. Die Welt erscheint wie ein komplexes Geflecht aus Realität und Fiktion und es gibt keine Auflösung in einer eindeutigen Pointe. Die Reibungsenergie im collagenartigen Zusammenspiel der Motive im Buch lässt eine Kraft der Imagination entstehen, die der Betrachter mit seinen eigenen Erfahrungen und Fantasien füllen kann. Er muss sich nur darauf einlassen. Catch!

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Mitten im Westen

Eine Entdeckungsreise durch den Rhein-Sieg-Kreis, 2009

Der Rhein-Sieg-Kreis liegt unmittelbar vor meiner Haustür, aber viele Orte, in denen ich für dieses Buch fotografiert habe, kannte ich vorher nur von den Ausfahrtsschildern auf der Autobahn. Die Arbeit an diesem Projekt wird für mich zur Entdeckungsreise in das Naheliegende. Das scheinbar Vertraute, Alltägliche entwickelt sich bei intensiver Betrachtung zu einem vielschichtigen Gebilde aus allgegenwärtigen Spuren einer ereignisreichen Geschichte in einer lebendigen Kulturlandschaft mit starken religiösen Prägungen im Sinne eines heiteren "Rheinischen Katholizismus". Die Vitalität des Rhein-Sieg-Kreises im Spannungsfeld zwischen traditionellen Strukturen und der Gegenwart einer modernen Medien- und mobilen Freizeitgesellschaft liefert komplexe Bildwelten, die in collageartigen Schichtungen ein Puzzle immer neuer Perspektiven erschließen.

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China! Which China?

Fotografien aus Peking und Shanghai, 2006

Die Spiele sind vorbei, das Spiel beginnt
China ohne Regieanweisung: Wolfgang Zurborns hintergründige Fotografien aus Peking und Schanghai
Es ist sehr erholsam, nach all den inszenierten Bildern der Olympischen Spiele, nach all der arrangierten, retuschierten Wirklichkeit mit Wolfgang Zurborns anarchistischem Auge auf China zu schauen. Der Zufall führt Regie, die Botschaft ist verschlüsselt, der Sinn spielt Verstecken, der Monolith zerfällt in Einzelteile. Es ist weder ein aufdringlicher Blick hinter die Kulissen noch ein komplizenhafter Schulterschluss mit den Menschen, die endlich Individuen sein dürfen. Es ist weder die Wahrheit noch eine Entlarvung, sondern ein hintergründiges Dekonstruieren der Wirklichkeit. Zurborns großartige Fotografien geben uns Möglichkeiten, keine Antworten, sie sind Fallgruben für die Wahrnehmung und Ermunterungen zu Gedankenspielen...
Jakob Strobel y Serra in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28.8.2008

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Drift

1999 - 2005

Die einzigartige Möglichkeit des Mediums Fotografie besteht gerade darin,
im Dialog mit der Außenwelt immer wieder neu seine eigenen Kriterien der Wahrnehmung in Frage zu stellen, um sie in einen offenen Prozeß, in ein Experiment des Sehens zu überführen. Losgelöst von jeglichem Anspruch, etwas beweisen zu wollen, begreift sich diese Weltsicht als Teil einer dynamischen Wirklichkeit und reflektiert die eigene Wahrnehmung als Konstruktion einer von vielen möglichen Perspektiven. Mit meiner Fotografie verfolge ich kein fest definiertes Ziel, ich lasse mich ein auf eine „Drift“ im Fluß der uns täglich umgebenden Reize
und konstruiere mit dem Zusammenspiel der Bilder ein komplexes Netz von Assoziationen, die den Betrachter sensibilisiert für subtile Veränderungen von Wahrnehmungszuständen.

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Amsterdam

2005

Im Mai 2005 hatte ich die Möglichkeit, für das Magazin Blogga Amsterdam mit dem Fotoandy Nokia 6680 zu erkunden. Das lebendige Chaos des Straßenlebens mit der Fülle unterschiedlichster Szenerien faszinierte mich am meisten und das Fotohandy erlaubte mir, mit großer Flexibilität und Spontanität auf das komplexe Geschehen zu reagieren. So konnte eine Bildfolge entstehen, die den Betrachter in einen Strudel subjektiver Eindrücke hineinzieht, gleichzeitig etwas über den beschriebenen Ort erzählt und freiraum für eigene Imaginationen läßt.

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LUsionen

2004

Die Serie "LUsionen" ist im Rahmen des Ausstellungsprojektes "5XLU" entstanden. Zur urbanen Recherche der Industriestadt Ludwigshafen wurden vom dort ansässigen Kunstverein fünf Künstler/innen eingeladen, sich ohne jegliche inhaltliche Einschränkung fotografisch an die Stadt und ihre Bewohner anzunähern.
Ludwigshafen zu fotografieren war für mich eine besondere Herausforderung.
Neun Jahre bin ich dort zur Schule gegangen und so haben sich viele Bilder in tiefen Schichten der Erinnerung eingeprägt. Die Spannung besteht für mich darin, aus der subjektiven Wahrnehmung heraus den urbanen Raum in fotografischen Bildern zu einem Ort komplexer Erfahrung zu verdichten.

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Terra Incognita

2002

Im Auftrag der Städtischen Bühnen Bielefeld entstand im Frühjahr 2002
die Serie "Terra Incognita". Ein Projekt mit völliger künsterischer Freiheit
zur Erkundung einer Theatralität des Alltags. Die Bühne dieser Fotografien ist
die Stadt Bielefeld.
In herben, stellenweise bunt aufleuchtenden Farbkompositionen blickt uns
der Alltag mit neuen Augen an. Perspektivisch angeschrägte Ausschnitte und paradoxe Spiegelungen von Innen- und Außenräumen lenken unsere Wahrnehmung auf die Rampen des öffentlichen Lebens und führen uns gleichsam durch den geteilten Vorhang und hinter die Prospekte, dorthin,
wo die Maschinerie der Stadt und das Arsenal ihrer Bühnentechnik nur halb verborgen ist. (Peter V. Brinkemper)

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dressur real

1986-2000

Im Mai 2001 erschien im Jürgen Strauss Verlag in Potsdam das Buch
dressur real mit 73 Fotografien aus den letzten 14 Jahren und einem Vorwort des Herausgebers Prof. Klaus Honnef.

Der Kölner Fotograf Wolfgang Zurborn entzieht dem Betrachter den Boden unter den Füßen. Trainiert darauf, Bilder sofort zu entschlüsseln, scheitert der kläglich. Zurborns Bilder sind absichtsvoll konstruierte Szenen mit scheinbar falschen Aussagen: Lila Stoffkuh lebensgroß, Entertainementpark Bottrop, Kölner Karnevalswagen, Golfanlage in New York – sie wollen ihren Sinn nicht preisgeben. Zurborn isoliert Details, entzieht sie einer Perspektive des Sinns und zeigt ihre künstliche Augenblicklichkeit. Geschickt bedient er sich dabei des Lichts, das eine halluzinierende Farbigkeit erzeugt, unterläuft traditionelle Ausschnitte, arbeitet mit Unschärfe. Seine Welt, die sich aus den schönen Mythen der Medien speist, ist einer schräger Schauplatz. Nicht wir würden die Dinge anschauen, sondern die Dinge uns, sagte einst Jacques Lacan.
(Peter Lindhorst im Kulturspiegel 6/2001)

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Bilder, die noch fehlten

2000

Das Ausstellungsprojekt des Deutschen Hygiene-Museums Dresden wurde von Gabriele Honnef-Harling und Prof. Klaus Honnef kuratiert.
"21 international bekannte Fotografen aus Kunst und Werbung eröffnen in der Ausstellung 'Bilder, die noch fehlten' eine neue Sicht auf Menschen mit Handicaps: Sie ermöglichen einen noch nicht gesehenen Blick auf die Individualität und die Würde des Einzelnen, der 'unbehindert' ist durch die Wahrnehmungs-Stereotypen, die unser kollektives Bildgedächtnis prägen."
(aus dem Pressetext)

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Im Zentrum der Geschwindigkeit

1994-96

Der Bau des Tunnels unter dem Ärmelkanal ist das Symbol für die Konstruktion Europas und die Erschliessung seines Territoriums. Bei dieser Erschliessung stehen Hochgeschwindigkeitskommunikations – und Verkehrsnetze an privilegierter Stelle. Im Auftrag des Centre Régional de la Photographie Nord Pas-de-Calais haben sich im Zeitraum von über 10 Jahren 25 Fotografinnen und Fotografen mit den vielschichtigen Veränderungen der Region beschäftigt und diese auf ihre jeweils spezifische Weise interpretiert. Das Projekt La Mission Photographique Transmanche signalisiert bereits durch Autorennamen wie Josef Koudelka, Bernard Plossu, Martin Parr, Lewis Baltz, Bruce Gilden oder Marilyn Bridges, wie weit das stilistische Potential der bisher realisierten Serien reicht.
Wolfgang Zurborn nahm sich nahezu archäologisch des Themas an. Wie in einem geschichtlich-kulturellen Sediment grabend, entdeckte er mit seiner Kamera alle wesentlichen Schichtungen, die das konkrete Thema Tunnel beschreiben, er dokumentiert jedoch auch die weit komplizierteren kulturgesellschaftlichen Verflechtungen und Widersprüche.
(Denis Brudna in PHOTONEWS 11/1996)

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Im Labyrinth der Zeichen

1991-93

Fragmente realer Alltagswelten werden zu Bildcollagen zusammengefügt, so daß die Zeichen, Materialien, Flächen, Farben und Linien über die Grenzen der einzelnen Bildsegmente hinaus ihr eigenes Spiel beginnen. Der Sinn des Rätsels besteht darin, daß es keine Auflösung gibt.
Vom visuellen Reiz der Bildzusammenstellungen angeregt, wird der Betrachter gefordert, die Collagen zu lesen, die Fragmente in seiner Vorstellungskraft zu ergänzen und das komplexe Geflecht von inhaltlichen und formalen Bezügen mit eigenen Wahrnehmungsmustern zu vergleichen.

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Menschenbilder - Bildermenschen

1986 - 1993

Wolfgang Zurborn erforscht in seinem Projekt "Menschenbilder – Bildermenschen" den massiven Einfluß der Bild- und Zeichenwelten auf den öffentlichen Raum, die semiotische Symbiose von Signifikant und Mensch in der sozialen Choreographie. Menschenbilder meint zunächst die Flut von Einzeleindrücken und Gesamtwahrnehmungen, wie sie in Massenveranstaltungen auf das Individuum niederprasseln, seine Wahrnehmungs- und Handlungsfähigkeit betäuben und einschränken. Fotografische Erkundungen, mitten im Gedränge von Ritus, Zeremonie, Kult und Demonstration, im Tumult von Wahlkampf und Endspiel, unterwegs in Prozessionen und im Straßenkarneval, unter dem blankgefegten Himmel eines Freizeitparks und beim Popkonzert.
(Peter V. Brinkemper in dem Katalog Otto-Steinert-Preis 1979-1998)

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Vorgarten der Illusionen

1981 - 1984

Unter dem Titel Vorgarten der Illusionen werden die S/W-Fotografiender der frühen 80er Jahre zusammengefasst. Fotografien von Freizeitparks in Deutschland werden mit alltäglichen Szenerien der Vorgärten in Castrop-Rauxel, dem Westfalenpark in Dortmund und dem Kölner Karneval kombiniert und lassen dabei ein sehr ambivalentes Bild dieser Zeit entstehen. Es sind keine nüchternen Dokumente, die sich auf die Darstellung des Faktischen beschränken, sondern detailgenaue Beobachtungen, die die - oft unerfüllten - Sehnsüchte der Menschen sichtbar werden lassen.

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Überblick:

Werkgruppen

Eine Diashow durch das Gesamtwerk

 

Werkgruppen:

Catch

Mitten im Westen

China! Which China?

Drift

Amsterdam

LUsionen

Terra Incognita

dressur real

Bilder, die noch fehlten

Im Zentrum der Geschwindigkeit

Im Labyrint der Zeichen

Fotowände Neumarkt

Menschenbilder - Bildermenschen

Vorgarten der Illusionen

 

Ausstellungen:

Liste aller Ausstellungen

 

Lehraufträge:

Ergebnisse verschiedener Lehraufträge

 

 

 


 

 

 

Catch

 

Mitten im Westen

 

China! Which China?

 

Drift

 

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Terra Incognita

 

dressur real

 

Bilder, die noch fehlten

 

Im Zentrum der Geschwindigkeit

 

Im Labyrinth der Zeichen

 

Fotowände Neumarkt

 

Menschenbilder - Bildermenschen

 

Vorgarten der Illusionen